Ausrüstung für einen Waldspielgruppentag im Winter

Grundsätzliche Überlegungen zur Ausrüstung im Dusse:
  • gute Qualität lohnt sich
  • Oft halten die Sachen auch für jüngere Geschwister
  • Gross genug gekauft, kann das Kind sie länger tragen
„Zwiebelprinzip“: Mehrere Schichten übereinander, sodass man je nach Bedürfnis einzelne Schichten an- oder ausziehen kann. Im Winter Thermo- oder Woll-Unterwäsche (bei empfindlicher Haut Woll-Seide-Mischung). Wasserdichte Regenhose und -jacke als äusserste Schicht kann man eigentlich das ganze Jahr über benutzen.
  • Funktions-/ Thermounterwäsche, innen aufgerauht, 2 Schichten Zb.: Odlo etc.
  • (Vorsicht: Baumwollunterwäsche hat kein Wärmeeffekt und Strumpfhosen engen ein, gibt kalt)
  • Fleecehose Fleecepullover, 1-2 Schichten oben und unten
  • Skisocken, knielang, innen aufgeraut, locker am Fuss damit Wärmestau entstehen kann, 2 Paar (nicht eng anliegend)
  • Dünne Fingerhandschuhe zum essen, bewährt hat sich ein wasserdichter Fäustling darüber anziehen
  • Skianzug mit Thermoregulierung wie zb.Reimatec, Namuk (Schneeanzüge, schon im nass-kalten Herbst geeignet: ganz leicht, atmungsaktiv, wasserdicht, anschmiegsam und weich)
  • Schuhe: wasserdicht, Halt für Fuss und Bodenprofil (wichtig im unebenen Gelände des Waldes). Im Winter braucht es Schuhe mit herausnehmbarem Filz-Innenschuh (muss mindestens noch 2 Erw. Finger breiter Platz bleiben und 2 Paar locker sitzende Socken am Fuss, nur so kann sich ein Wärmestau bilden der bei Minustemperaturen trotzdem warm hält!)  Wenn gross genug gekauft, kann man noch alubeschichtete Einlagen zurechtschneiden und einlegen.
Winter: Im Winter empfehlen wir die Matschhose als äusserste Schicht (sie ist auch bei pflotschigen Schnee wasserfest und zudem leichter zu reinigen als die high-tech Skianzüge – den schönsten Dreckpflotsch haben wir in der Schneeschmelze). Schon ab Herbst sollen Kappe und Handschuhe im Rucksack mit dabei sein. Bei Schnee und Regen zwei Paar Handschuhe mitgeben. Sie sollten genügend breite Stösse besitzen, damit man sie über die Jacke ziehen kann, damit das Handgelenk auch bei Bewegung immer gut bedeckt ist. Bewährt hat es sich auch, unter die wasserfesten Fäustlinge gestrickte Fingerhandschuhe anzuziehen. Damit kann das Kind auch Znüni essen, ohne gleich eiskalte Hände zu kriegen. Auch bei den Kappen sind Modelle vorzuziehen, die Ohren und Hals mitschützen und auch nicht so leicht abrutschen (wenn die Kinder im Schnee rollen, brauchen wir zusätzlich die Kaputze).
Funktionelle Kleider bestehen aus Kunstfasern, mit der Fähigkeit, die Feuchtigkeit nicht aufzusaugen, sondern sie nach aussen weiter zu leiten, damit sie verdunsten kann. Sie sind atmungsaktiv und klimaregulierend, so bleibt die Haut auch beim Schwitzen relativ trocken und die Körpertemperatur konstant. Zudem verringert Funktionelle Bekleidung die Gefahr von Gelenk- und Muskelverletzungen und man fühlt sich rundum wohl.
Damit die funktionelle Bekleidung auch richtig „funktioniert“, muss neben den Eigenschaften der verschiedenen Materialien der Aufbau der Schichten stimmen. Eine gute Funktionsbekleidung besteht aus bis zu drei Schichten. Sie sorgt für einen raschen Feuchtigkeitstransport, Isolierfunktion, Wind- und Wasserdichtigkeit sowie optimalen Tragekomfort. Die Aufgabe der ersten Schicht, der so genannten Funktionsunterwäsche ist es, die entstandene Feuchtigkeit sofort weiterzuleiten, zu verteilen und in Richtung äussere Schicht zu transportieren. Diese erste Schicht sollte nicht zu weit geschnitten, aber auch nicht zu eng am Körper anliegen. Die mittlere resp. zweite Schicht leitet den Schweiß weiter und sorgt zudem für Wärmeisolierung bei kalten Temperaturen. Sie ist atmungsaktiv, klimaregulierend und sollte eher eng anliegend sein.
Die Fleeceschichten darüber speichern diesen Wärmestau.
Regenkleider: Gummikleider sind 100% wasserfest, aber nicht atmungsaktiv, die Kinder werden darin unter Umständen schwitzen. Wir empfehlen sie trotzdem, weil sie robuster sind und weil die Kinder im Spiel knien, sitzen, rollen oder rutschen. Der Wald ist auch noch 1-2 Tage nach dem Regen feucht, somit tragen wir eigentlich das ganze Jahr über die Regenhose. Das Kondenswasser durch das Schwitzen kann durch geeignete Unter-Kleidung aufgefangen werden. Zweiteiler sind wegen dem WC-Gang besser geeignet als ganze Anzüge. Latzhosen sind vorzuziehen, sie halten das Kind um den Bauch herum warm und trocken. Die Latzhosen sollen gross genug sein, damit die Jacke innen getragen werden kann (ausser natürlich bei starkem Regen). Besonders beim Rutschen ist dies eine gute Methode, um die Kinder trocken und den Reinigungsaufwand in Grenzen zu halten.
Flicken: erkundigen Sie sich nach Flickmöglichkeiten (z.B. Regenschirm-Stoff)
Rucksack: kindgerechter Verschluss (auch im Winter mit dicken Handschuhen bedienbar!), praktisch ist auch ein Brustgurt, den man auch selber anbringen kann.
Einige Läden, Lieferanten mit Outdoor Bekleidung für Kinder: